Diskussionen rund um Ungarn.

  • Was bringt das Washingtoner Abkommen für Ungarn?


    Das wichtigste: Eine Befreiung von den Sanktionen gegen russische Öl- und Gaslieferungen, die nach Angaben eines Beamten des Weißen Hauses gegenüber der BBC auf ein Jahr befristet sei, obwohl Péter Szijjártó, der ungarische Außenminister, sagte, dass sie unbefristet sein würde.


    https://www.bbc.com/news/articles/cp85dvnkpv4o


    Dieses einjährige Zeitfenster ist für die ungarischen Haushalte in diesem Winter immerhin eine wertvolle Atempause. Und sicher ist es auch gut für Viktor Orbán, dass nicht wenige Monate vor der Wahl die Energiepreise im Land durch die Decke schießen.


    Ohne Gegenleistung gibt's von Trump aber nichts: Ungarn musste dafür ein neues nukleares Kooperationsabkommen mit den Vereinigten Staaten unterzeichnen, das den Kauf von amerikanischem Kernbrennstoff und US-Technologie für die Lagerung abgebrannter Brennelemente in seinem Kernkraftwerk Paks vorsieht.


    https://moderndiplomacy.eu/202…-for-russian-built-plant/

  • Für die Parlamentswahlen im nächsten Jahr hat Viktor Orbán jedenfalls bekommen, was er sich gewünscht hat. Er bekam Fototermine mit Donald Trump und eine einjährige Befreiung von den US-Sanktionen gegen russische Energie.


    Ohne diese Ausnahmeregelung wären die ungarischen Raffinerien, die hauptsächlich über die Drushba-Pipeline aus der Sowjetzeit und die TurkStream-Gasroute vom Schwarzen Meer versorgt werden, mit großen Problemen konfrontiert gewesen. Ein Land in der geographischen Lage Ungarns, das zudem keine Häfen hat, kann die russische Versorgung nicht so leicht ersetzen.

  • Ungarische Quelle: "Die Oberfläche zeigt, dass Péter Magyar im Aufwind ist"

    Zitat

    Laut der Oktober-Umfrage von Závecz Research hat das Lager von Orbán guten Grund zur Sorge. Fünf Monate vor den Wahlen ist die Unterstützung der Tisza-Partei in der Gesamtbevölkerung im Oktober auf 35% gestiegen, während der Fidesz bei 29% liegt. Dieser Unterschied von 7% bedeutet, dass die Tisza-Partei, die 2,8 Millionen Wähler hat, etwa eine halbe Million Wähler mehr hat. Es ist erwähnenswert, dass im Jahr 2022 3 Millionen Stimmen dem Fidesz-KDNP-Bündnis bei einer Rekordwahlbeteiligung eine Zweidrittelmehrheit im Parlament sicherten (und zwar durch einen zusätzlichen Abgeordneten).


    Závecz prognostiziert ein Vier-Parteien-Parlament, wenn die Wahlen jetzt stattfinden würden, wobei auch Mi Hazánk und die Demokratische Koalition wahrscheinlich antreten würden. Der politische Analyst Gábor Török sagt, dass die Schlüsselfrage fünf Monate vor den Wahlen darin besteht, ob es noch “wandelbare” Wähler gibt. Zuvor hatte er festgestellt, dass die meisten Wähler bereits entschieden haben, wen sie unterstützen wollen. Eine andere Frage ist die Wahlbeteiligung derjenigen, die von einem der beiden Lager überzeugt sind. Seit geraumer Zeit hat sich der Fidesz als nahezu unschlagbar bei der Mobilisierung in der ungarischen Politik erwiesen. In der Zwischenzeit bleibt der Anteil der Wähler ohne Parteizugehörigkeit mit 22% der Bevölkerung signifikant, aber die meisten von ihnen werden 2026 wahrscheinlich nicht wählen, so Závecz. Eine frühere Umfrage der Republikon ergab ähnliche Ergebnisse, allerdings mit einem deutlich höheren Anteil an Nichtwählern. Doch genau wie bei Závecz zeigte sie, dass Tisza einen Vorsprung von einer halben Million Wähler gegenüber dem Fidesz hat.

    https://dailynewshungary.com/d…-2026-den-sieg-bescheren/

  • Ein neues Kapitel in den ungarisch-amerikanischen Beziehungen?


    Der ungarische Ministerpräsident Victor Orbán hat die Biden-Regierung in seiner Eröffnungsrede zu Beginn seines bilateralen Treffens mit Präsident Trump am Freitag scharf kritisiert.

    "Der Grund, warum wir hier sind, um ein neues Kapitel in den bilateralen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Ungarn aufzuschlagen, liegt im Wesentlichen darin, dass während der demokratischen Regierung alles manipuliert wurde", sagte Orbán, der neben Trump saß.

    "Alles war im Grunde pleite und ruiniert Ein großer Schaden, den die vorherige Regierung angerichtet hat", fuhr er fort und sagte, dass Trump die Beziehungen zwischen den beiden Ländern "wiederhergestellt" habe.


    https://www.yahoo.com/news/art…gged-biden-180526635.html

  • Péter Magyars "Stimme der Nation"


    Im April dieses Jahres veranstaltete die Oppositionsfigur Péter Magyar ein rechtlich nicht bindendes Referendum namens "VOICE OF THE NATION". 1 Million Menschen gaben ihre Stimme ab. Der EU-Beitritt der Ukraine war ein Teil der Fragen.


    Ich persönlich glaube ja nicht, dass die Meinung von etwas mehr als einer Million Menschen die Stimme einer fast- 10-Millionen-Nation ist. Selbst unter den teilnehmenden Magyar-Anhängern unterstützten nur 58,2% die EU-Mitgliedschaft der Ukraine.


    https://www.budapesttimes.hu/h…-the-voice-of-the-nation/

  • Wieder etwas, worum ich die Ungarn beneide.


    https://www.epochtimes.de/poli…ittelkultur-a5310665.html


    Das ungarische Parlament hat die Produktion und den Verkauf von Labor- oder Kunstfleisch verboten, um Gesundheit, Kultur und nachhaltige Landwirtschaft zu schützen. Ausnahmen gelten nur für medizinische und veterinärmedizinische Zwecke. Die EU warnte, dass das Verbot den freien Warenverkehr behindern könnte.

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