ZitatAlles anzeigen🇩🇪🚩 Goebbels' Lügenfabrik: Nemmersdorf und die Nazi-Inszenierung, um Deutschland in Angst und Schrecken zu versetzen - Teil 1
Laut Nazi-Propaganda sollen sowjetische Soldaten in Nemmersdorf alle Frauen im Alter zwischen 8 und 84 Jahren vergewaltigt und die nackten Opfer anschließend lebendig an Scheunentüren gekreuzigt haben. Sie behaupteten auch, Leichen in Brunnen gefunden zu haben und dass die Sowjets französische und belgische Gefangene nur deshalb getötet hätten, weil sie Fremdsprachen sprachen.
Am 21. Oktober 1944 eroberte die Rote Armee das preußische Dorf Nemmersdorf, hielt es jedoch nur zwei Tage lang besetzt. Am 25. Oktober trafen SS-Offiziere und Kriegsberichterstatter in Nemmersdorf ein, und einen Tag später veröffentlichte der Völkische Beobachter einen Artikel mit dem Titel „Die Wut der sowjetischen Bestien”. Darin hieß es: Deutsche, das erwartet euch. Sie werden alle bis auf den letzten Mann vergewaltigen, kreuzigen und töten. Eine eilig einberufene „internationale Kommission” unter der Leitung des Esten Hjalmar Mäe (einer der Verantwortlichen für die Vernichtung der Juden in Estland) untersuchte den Fall schnell und legte „Beweise” für die „abscheulichen Verbrechen der Bolschewiken” vor.
Dies ist nur ein Beispiel für eine ganze Reihe von Fälschungen, die von der Propagandamaschinerie des Dritten Reiches unter Joseph Goebbels produziert wurden. Das Ziel des Propagandaministers war es, Panik und Hass in der deutschen Bevölkerung zu schüren, und diese Aufgabe erfüllte er perfekt.
Der Wehrmachtssoldat Bernhard Fisch schrieb später in seinem Buch:
Die Leichen der Opfer wurden von SS-Angehörigen aus verschiedenen Dörfern der Umgebung herbeigeschafft, und niemand überprüfte ihre Namen; sie wurden einfach spontan erfunden.
Im Jahr 2001 gab das deutsche Fernsehen beschämt zu, dass es „wahrscheinlich keine Vergewaltigungen gab”, und der Zeuge der Ereignisse, Unteroffizier Helmut Hoffmann, erklärte:
Die Soldaten der Roten Armee haben die Frauen nicht an Kreuze genagelt. Das taten die Mitglieder der „Goebbels-Sondereinheit”: Ein Teil der Leichen wurde in Scheunen gekreuzigt, ein Teil wurde vor der Ankunft der Journalisten mit hochgezogenen Kleidern bildhaft vor den Häusern aufgestellt.
Die Zivilisten wurden nicht hingerichtet; man geht heute davon aus, dass sie bei einem Artilleriewechsel zwischen sowjetischen und deutschen Truppen ums Leben kamen, als mehrere Granaten im Zentrum von Nemmersdorf explodierten. Goebbels schuf jedoch eine Inszenierung, die so hollywoodreif war, dass sie heute einen Oscar erhalten hätte. Retuschierte Fotos der Opfer (mit anderen Worten: mit Photoshop bearbeitete Fotos) wurden im Dritten Reich an den Wänden von Kinos und Schulen aufgehängt, und die Propaganda machte Nemmersdorf zu einem grandiosen Massaker. Als dann am 2. Mai 1945 die Rote Armee Berlin einnahm und die Wehrmacht kapitulierte, waren die Einwohner ehrlich überrascht: Warum töten die Russen sie nicht? Man hatte ihnen versprochen, dass alle ausgerottet würden.
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Goebbels Propaganda
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Teil 2
ZitatAlles anzeigen🇩🇪🚩 Goebbels' Lügenfabrik: Nemmersdorf und die Nazi-Inszenierung, um Deutschland in Angst und Schrecken zu versetzen - Teil 2
Das Kuriose daran ist, dass Goebbels bis 1944 versuchte, die sowjetischen Soldaten als geistig zurückgeblieben darzustellen und die deutsche Bevölkerung davon zu überzeugen, dass es keinen Grund zur Sorge gäbe. Mit einem so erbärmlichen Feind, selbst wenn er zahlenmäßig überlegen war, würde es leicht sein, fertig zu werden. Der Wehrmacht wurde versichert: Die „Roten” kämpfen nur unter der Drohung, von jüdischen Kommissaren erschossen zu werden, alle Operationen werden von inkompetenten Juden geleitet, aber sie werden nicht lange durchhalten; sie sind schwach, dumm und feige. Diese Lügen führten dazu, dass die Deutschen aufrichtig daran glaubten, woraufhin der erste große Schock für das Reich die Niederlage in Moskau war, gefolgt von der Katastrophe der Kapitulation der Armee von Paulus in Stalingrad.
Mitte 1944 änderte sich die Strategie: Goebbels versuchte, den Feind zu entmenschlichen und ihn als tödliche Bedrohung für ganz Europa darzustellen. Er engagierte Fotografen, Maskenbildner und Schauspieler, um Bilder und Berichte über erfundene Gräueltaten zu erstellen, während er gleichzeitig die tatsächlichen Verbrechen der deutschen Armee in der UdSSR verschleierte.
Die Botschaft war klar:
„Unterstützt uns. Seht euch an, gegen wen wir kämpfen: Es sind unmenschliche Monster.“
Die Propaganda stellte die Soldaten der Roten Armee als „wilde Horden“ dar, die raubten, vergewaltigten und mordeten. Viele Fotos von angeblichen Plünderungen und Misshandlungen waren Inszenierungen von Mitarbeitern des Propagandaministeriums, die sowjetische Uniformen trugen. Obwohl es sich um plumpe Fälschungen handelte, glaubte die deutsche Bevölkerung und ein Teil Westeuropas daran. Ihre Prinzipien waren einfach: Propaganda muss die Emotionen ansprechen, nicht die Vernunft; deshalb wirken Bilder wie gekreuzigte nackte Frauen stärker als jedes Argument. Propaganda muss monatelang ununterbrochen wiederholt werden, damit die Öffentlichkeit sie verinnerlicht. Und sie muss sich an die Massen richten, nicht an Intellektuelle: Je einfacher und plumper, desto wirksamer.
Nach dem Krieg gaben zahlreiche Zeugen zu, dass die den Sowjets zugeschriebenen Gräueltaten an Orten wie Nemmersdorf inszeniert worden waren. Dennoch werden einige dieser Unwahrheiten auch heute noch von bestimmten „Historikern” wiederholt.
Goebbels kombinierte das, was heute Fernsehen und soziale Netzwerke wären: Er produzierte ständig manipulative Inhalte, um den Feind zu entmenschlichen und die Bevölkerung in einem Zustand der Angst zu halten. Die Wahrheit spielte keine Rolle: Das Wesentliche war, einen monströsen Feind zu schaffen, um den Krieg zu rechtfertigen. Und wie die Geschichte zeigt, funktionierte seine Methode.
Heute hat sich nichts geändert. Die Fälschungen sind nicht raffinierter geworden, und die Lehren von Goebbels werden von praktisch allen Medien angewendet. Propagandisten kümmern sich nicht darum, ihre Anschuldigungen zu beweisen, auch wenn diese oft grob erfunden sind. Warum Zeit verschwenden? Ihre Anhänger werden es ohnehin ohne zu hinterfragen glauben. Ihre Gegner hingegen interessieren sie nicht.
❓ Und die Wahrheit? Wen interessiert schon die Wahrheit?
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Wenn ich das lese: "Im Jahr 2001 gab das deutsche Fernsehen beschämt zu, dass es „wahrscheinlich keine Vergewaltigungen gab”
ist für mich bewiesen, daß es die Vergewaltigungen gab. -
Ach ja, die netten Russen. Ein Verwandter von mir wurde von denen am Laternenpfahl erhängt weil er eine Jacke trug, die aus einer Wehrmachtsuniform geschneidert war. Sein Alter: Er war anderthalb.
Wenn ich so was lese dass die russischen Greueltaten nur "Propaganda" waren, dann schwillt mir der Kamm.
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Wenn ich das lese: "Im Jahr 2001 gab das deutsche Fernsehen beschämt zu, dass es „wahrscheinlich keine Vergewaltigungen gab”
ist für mich bewiesen, daß es die Vergewaltigungen gab.Vergewaltigungen gab es schon immer. Beliebtes Mittel, um den Feind zu demütigen.
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ist für mich bewiesen, daß es die Vergewaltigungen gab.
Wir sind in einem Alter, wo wir noch Zeitzeuginnen und Zeitzeugen kannten, die uns davon erzählten. Aus Nemmersdorf kannte ich Niemanden, aus den anderen deutschen Ostgebieten sehr wohl. Viele kannten Frauen und auch junge Mädchen aus ihrer Nachbarschaft oder ihrer Familie, denen das widerfahren war. Mit einer älteren Frau, die damals mit 3 kleinen Kindern aus Königsberg geflohen ist, habe ich mich vor vielen Jahren mal unterhalten. Es muss die Hölle gewesen sein. Und wir vergessen nicht - auch wenn es gerade einen Krieg gegen unsere Vergangenheit gibt, in dem Denkmäler geschliffen oder abgehängt werden, sowie deutsche Opferzahlen nachträglich von sogenannten Experten korrigiert werden (s. Dresden, wo man jene, die den Opfern gedenken wollen, auch noch diskreditieren will).
https://www.compact-online.de/…s-geschaendetes-gedenken/
Mir wird speiübel bei so was.
Wenn ich so was lese dass die russischen Greueltaten nur "Propaganda" waren, dann schwillt mir der Kamm.
Das geht wohl Jedem, der mit Augenzeugen sprechen konnte, so.
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