• Hier noch mal eine ziemlich schöne Partie von mir gegen einen Computergegner namens "Vlad" aus dem Programm Chessbase 10. Er hat dort eine Wertung von 1846 - ungefähr. Diese Wertung schwankt etwas je nachdem wie er gegen mich spielt oder ich gegen ihn. Allgemein ist das so bei diesen Gegnern, wenn man gewertete Partien spielt, wobei ich glaube, dass Vlads Bewertung immer gleich bleibt. Warum auch immer.


    Jedenfalls ist er der einzige Computergegner, der es zulässt auch mal im Königsangriff zu gewinnen. Deshalb und weil er sehr schnell spielt, er verbraucht nicht mal ne Sekunde pro Partie, ist er mein Lieblingsgegner. Taktisch spielen diese Computergegner aber fast alle auf Meisterniveau. Sogar wenn sie nur mit 1400 bewertet werden kann das so sein. Ich glaube die Programmierer von Chessmaster haben außerdem versucht die Tagesform eines menschlichen Spielers zu simulieren. Sprich sie spielen nicht immer gleichstark. Und wenn ich auch nur einen kleinen Fehler mache, nimmt Vlad mich mit chirurgischer Präzision auseinander. Er spielt ne sehr passive und merkwürdige Französische Verteidigung. Laut Stockfish stehe ich danach bereits auf Gewinn. Aber entschieden ist logischerweise noch gar nichts. Ich hab hier mehrere gute Züge gespielt. Da Stockfishs Zugstärkebewertungen etwas merkwürdig sind, habe ich das mal übernommen. Einige komplizierte Varianten habe ich gelöscht und einige erklärende Kommentare hinzugefügt, die Stockfish nicht von sich aus formuliert.


    [Event "Chessmaster 10th Edition Rated Game"]

    [Site "?"]

    [Date "2021.09.03"]

    [Round "?"]

    [White "Ich"]

    [Black "Vlad"]

    [Result "1-0"]

    [ECO "C02"]

    [Annotator "Stockfish 13 (3s) / Ich"]

    [PlyCount "81"]

    [EventDate "2021.??.??"]

    [TimeControl "1800"]


    {C02: Französische Verteidigung (Vorstoßvariante)} 1. e4 e6 2. d4 d5 3. e5 Bd7

    {letzter Buchzug} 4. Bd3 Nc6 $2 (4... c5 $142 $11) 5. c3 $1 $18 Nge7 (5... a5

    6. Nf3 $18) 6. Ne2 $1 {das deckt das Feld f4} (6. Nf3 Nf5 $18) 6... Ng6 (6...

    a5 7. O-O $18) 7. Nd2 $1 {

    Stattdessen wird dieser Springer nach f3 positioniert.} Be7 8. Nf3 O-O (8... f6

    $142 9. Nf4 Nxf4 10. Bxf4 O-O $18) 9. h4 $1 {der Bauer kann nicht geschlagen

    werden, da der schwarze König dann sehr unter Beschuss gerät.} h6 (9... Nxh4

    10. Nxh4 Bxh4 11. g3 Be7 12. Bxh7+ Kh8 13. Ng1 g6 14. Bxg6+ Kg7 15. Qh5 Rh8 16.

    Bh6+ Kg8 17. Bxf7+ Kh7 18. Qg6#) 10. h5 Nh4 11. Nxh4 Bxh4 12. g3 Be7 13. Be3

    Na5 14. b3 b6 (14... Bg5 15. f4 Be7 16. g4 $18) 15. Qd2 $1 {das droht Lxh6!} f5

    (15... c5 16. Bxh6 gxh6 17. Qxh6 f5 18. exf6 Rf7 19. Qg6+ Kf8 20. fxe7+ Kxe7)

    16. exf6 Rxf6 17. O-O-O Bd6 (17... c5 $142 18. Bc2 c4 $18) 18. Kb1 a6 19. g4

    Rf3 20. Ng1 Rf7 (20... Rxe3 21. Qxe3 (21. fxe3 $143 Qe7 $18) 21... Nc6 22. f4

    $18) 21. g5 $1 c5 (21... hxg5 22. Bxg5 Qf8 23. f4 Bxf4 24. Bxf4 Rxf4 25. h6

    gxh6 26. Ne2 Rf6 27. Nf4 Rxf4 28. Rdg1+ Kh8 29. Rg6) 22. gxh6 c4 23. Bc2 Qc7 (

    23... Qe8 24. Nh3 cxb3 25. axb3 $18) 24. b4 Nc6 25. hxg7 Rxg7 26. Nf3 Rf8 27.

    h6 Rgf7 28. Ng5 Re7 29. Rdg1 Kh8 30. Rg2 Rg8 31. Rhg1 Rf8 32. h7 Rg7 33. Nh3 (

    33. Nf7+ $1 Rfxf7 34. Rxg7 Rxg7 35. Rxg7 Qd8 36. Bh6 e5 37. Rg8+ Qxg8 38.

    hxg8=Q+ Kxg8 39. Qg5+ Kf7 40. Bg6+ Ke6 41. Qf5+ Ke7 42. Bg5#) 33... Rxg2 $18

    34. Rxg2 Ne7 35. Bh6 Rf7 36. Qg5 $1 {Es droht Df6+ Txf6 Lg7 matt} Bg3 37. Rxg3

    Qxg3 (37... Ng6 38. Qxg6 Qxg3 39. Qxg3 Rxh7 40. Bxh7 a5 41. Qg7#) 38. Qxg3 Rxh7

    39. Bxh7 Ng6 40. Qxg6 a5 41. Bg7# 1-0

    So sehe ich ungefähr in Wirklichkeit aus:


    Lalala


    Und so sieht ungefähr mein Körper aus:


    K-rper

  • "Amateur schlägt Großmeister"


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    Er hat eine offizielle ELO von 2183. Nach diesem Turnier wird er sicherlich höher bewertet werden. "The Big Greek" spricht von einem überdurchschnittlichen Amateur, was schon mal falsch ist. Wenn man Amateur so definieren will, dass es sich nicht um jemanden handelt, der für Geld Schach spielt, dann kann man sogar viele Meister als Amateure bezeichnen. Jeden Schachspieler mit einer ELO von über 2000 kann man getrost als semiprofessionell bezeichnen, weil um diese Spielstärke zu erreichen, muss man nicht nur sehr stark Schach spielen können, sondern auch die sog. "Theorie" lernen. Was nichts weiter bedeutet, als dass man die Eröffnungen studiert und Züge auswendig lernt.


    Da man auch Hobbyspieler, die noch nie in einem Verein waren als Amateure bezeichnen kann, die aber in der Regel nicht mal alle Zugregeln kennen und die sogar gegen den schlechtesten Vereinsspieler keine Sonne sehen würden, kann man auch nicht von einem überdurchschnittlichen Amateur sprechen, sondern wenn überhaupt von einem Spitzenamateur. Man kann auch nicht sagen, dass jemand mit so einer ELO ein überdurchschnittlicher Vereinsspieler wäre. Der überdurchschnittliche Vereinsspieler hat eine ELO von über 1600. Aber zwischen einem 1600er und einem 2100er liegen Welten. In jedem normalen Schachverein in Deutschland wäre ein 2100er mit Sicherheit einer der besten Spieler im Verein. Damit ist er auch kein überdurchschnittlicher Vereinsspieler, sondern ebenfalls ein Spitzenvereinsspieler. Allerdings kann auch ein 1600er einen 2100er schlagen. Es ist nur sehr unwahrscheinlich.


    Und egal wer der Gegner ist niemand auch kein GM kann sich leisten gegen so einen Amateur eine klare Verluststellung zu bekommen. Was anderes wäre es eventuell, wenn es sich um eine chaotische Stellung handeln würde, was in diesem Falle aber nicht vorliegt.

    So sehe ich ungefähr in Wirklichkeit aus:


    Lalala


    Und so sieht ungefähr mein Körper aus:


    K-rper

  • Der Youtube-Algorithmus hat mir - warum auch immer - noch mal ein Video vorgeschlagen, in dem Fischer behauptet, dass die Weltmeisterschaft zwischen Karpow und Kasparow 1984 eine Inszenierung gewesen wäre. Er behauptet die Juden hätten ihm seine Aufzeichnungen gestohlen, die die beiden sozusagen nachgespielt hätten. Außerdem bezeichnet er die USA und andere westliche Länder als Allianzen des Bösen. Wie wir wissen ist das nicht die Idee der dortigen Bevölkerungen - obwohl sie offiziell als "Demokratien" bezeichnet werden, sondern die Ideen der dortigen Juden, die die Regierungen stellen bzw. kontrollieren. Jedenfalls ich glaube dem Bobby Fischer das. Vermutlich haben sie ihn deshalb auch umgebracht. Die Juden mögen es nicht von Leuten, die einigermaßen bekannt sind, ihre Taten vorgeworfen zu bekommen. Aber gut, es kann ja niemand was dagegen tun von geisteskranken Massenmördern beherrscht zu werden. Aus mehreren Gründen, die ich ja bereits alle aufgezählt habe. Aber die Wahrheit bleibt immer noch die Wahrheit, nämlich dass hier geisteskranke, geistig zurückgebliebene Superkriminelle seit 3000 Jahren über diesen Planeten herrschen. Und das scheint sich auch nie wieder zu ändern - solange dieser Planet existiert. Man sollte dennoch noch mal erwähnen, dass Bobby Fischer selbst "Jude" gewesen ist.


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    Hier eine extrem schöne Partie von Magnus Carlsen mit den weißen Steinen, der gegen Alireza Firouzja spielt. Einer der besten Nachwuchsspieler.


    Ich empfehle den Ton auszuschalten. Der erste interessante Moment in der Partie ist als Carlsen a5! spielt. 0:30 im Video. Erstaunlicherweise kann der Bauer weder vom Läufer noch vom Springer geschlagen werden. Ich behaupte, dass beide das gewusst haben, weil das ist extrem schwer zu sehen.


    Wesentlich interessanter und der Höhepunkt der Partie ist allerdings das Endspiel. Beginnend 2:58 als Carlsen h5!! spielt. Es sieht so aus als wenn Weiß nun einfach einen Bauern verliert. Tatsächlich aber ist die Partie immer noch ausgeglichen und es ist sehr kompliziert. Schade, ich dachte, der Typ hat einfach die Partei reingestellt, aber er zeigt selbst auch Varianten, was etwas verwirrend ist, da das Video extrem kurz ist.


    Hier ist der entscheidende Moment 3:43. Firouzja könnte nun einfach Kf4 spielen und die Partie wäre Remis, was allerdings nicht leicht zu sehen ist, aber Firouzja entscheidet sich dazu selbst zu versuchen auf Gewinn zu spielen und zieht f4. Dieser Zug ist ebenfalls sehr findig und einfallsreich, entpuppt sich aber als Fehler. Man muss noch ergänzen, dass in diesem Moment Firouzja noch ungefähr 8 Minuten Bedenkzeit hatte und Carlsen noch eine Stunde. Jedenfalls bleibt es nach f4 sehr kompliziert.


    Und Carlsen findet einen sehr starken Zug - Ke5!! Die Stellung von Schwarz ist einfach extrem schlecht, da sein Läufer an die Verteidigung seiner Bauern gebunden ist und der König von Weiß näher am Damenflügel steht, wo die Bauern stehen. Das macht es extrem schwer diese Stellung zu verteidigen. Und in der Tat steht Firouzja bereits auf Verlust. Im Anschluss zeigt Carlsen perfekte Technik und gewinnt dieses Spiel, nachdem er in ein Endspiel mit Minusbauern umleitete. Das ist eine ziemlich beeindruckende Leistung.

    So sehe ich ungefähr in Wirklichkeit aus:


    Lalala


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  • Wir sehen hier, dass auch der Weltmeister in der Lage ist relativ schlechtes Schach zu spielen:


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    An der Stelle 7:33 spielt Carlsen nicht Txa4, was man als relativ krassen Fehler bezeichnen muss. Aber es kommt noch dicker, er übersieht den simplen Zug Tc5 an der Stelle 8:10. Tc5 würde sofort einen Bauern zurückgewinnen. Stattdessen lässt er es zu, dass zwei verbundene Freibauern entstehen. Das ist schon sehr suspekt. Und diese Partie war eine Klassische Partie, das heißt beide Spieler haben irgendwie 2,5 Stunden Zeit. Dass er Tc5 nicht gespielt hat, ist schon sehr, sehr schwach. Das ist ein Zug, den ich sag mal jeder überdurchschnittliche Vereinsspieler normalerweise sehen müsste - in einer klassischen Partie. Und der Weltmeister hat das nicht gesehen.


    Wie Karjakin dann zum Schluss spielt, ist schon sehr beachtlich, aber es bleibt der Fakt, dass Carlsen sehr schlecht gespielt hat.


    Wobei ich habe mir das mit Stockfish angesehen und muss die Sache relativieren, nach Tc5 hätte Weiß den sehr starken Zug Le7! Danach kann sich Schwarz gerade so in eine Stellung mit Minusbauern retten, die aber laut Stockfish ausgeglichen ist. Es ist gut möglich, dass diese Variante Carlsen nicht richtig eingeschätzt hatte, wo man ihm aber keinen Vorwurf machen kann, weil das ist sehr schwer zu sehen.

    So sehe ich ungefähr in Wirklichkeit aus:


    Lalala


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